Elektrozylinder

Elektrozylinder, auch Elektrohubzylinder genannt, sind elektromotorisch betriebene Verstellaggregate, die ein Schubrohr linear aus- und einfahren können. Elektrozylinder bilden eine konstruktive Alternative/Ergänzung zu Pneumatikzylinder und Hydraulikzylinder. Elektrozylinder gibt es in unterschiedlichen Größen für unterschiedliche Kräfte und Einsatzgebiete. Sie gehören zur Gruppe der elektromechanischen Maschinenbaukomponenten.

  

Romani Elektrozylinder finden sich in vielen Fahrzeugen und Maschinen der Industrie. Elektrozylinder werden gerne bei einfachen Regelaufgaben oder zum gelegentlichen öffnen und schließen von schweren Klappen, Türen, Fenstern oder ganzen Führerhäusern eingesetzt. Dies sind nur einige Beispiele für die Anwendung von Elektrozylindern.

Wir führen Elektrozylinder von 25 mm Hub bis 3000 mm im Sortiment. Die Hubkraft geht von wenigen Gramm bis zu mehreren Tonnen. Neben einem Standardsortiment mit 12, 24, 36, 230, 400 Volt Motoren können fast alle Elektrozylinder auch mit Motoren nach Wunsch des Kunden ausgestattet werden, so dass sie sich einfach in ein Maschinenkonzept integrieren lassen.

Als Antrieb werden je nach Bauart Trapezgewindetriebe oder Kugelgewindetriebe für die Elektrozylinder eingesetzt. Trapezgewindetriebe sind dabei immer etwas spielbehaftet. Allerdings sind sie in der Regel selbsthemmend. Kugelgewindetriebe vertragen wesentlich höhere Lasten und haben weniger Reibung. Elektrozylinder mit Kugelgewindetrieb benötigen zum halten der Position eine Zusatzbremse.

Für besonders anspruchsvolle Anwendungen können auch Servomotoren angebaut werden.

Hier geht es zu unserer online Übersicht für Elektrozylinder: www.hubzylinder.de

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Technische Beschreibung

Als Antrieb dient ein Elektromotor, der meistens an ein Getriebe gekoppelt ist. Der Abtrieb des Getriebes ist über eine Kupplung mit einer Gewindespindel verbunden. Mit der Gewindespindel wird eine Leitmutter angetrieben, die ihrerseits mit dem Schubrohr fest verbunden ist. Über den Rechts-/Linkslauf des Motors wird das Schubrohr ein und ausgefahren. Abgestützt und geführt wird das Schubrohr vom Standrohr, welches fest mit dem Getriebegehäuse verbunden ist. Begrenzt wird die Schubrohrbewegung (der Hub) durch integrierte Endschalter in der jeweiligen Endlage. Je nach Ausführung können Elektrozylinder für Zug- und/oder Druckkräfte geeignet sein.

Einsatzgebiete

Die häufigsten Anwendungen finden sich in der Medizintechnik, Agrartechnik, Medientechnik und im Maschinenbau. Da es Versionen mit erhöhter Schutzart (IP66) gibt, sind Anwendungen im Außenbereich möglich.

Innerhalb medizintechnischer Anwendungen werden Elektrozylinder für Verstellungen von Pflege- und Klinikbetten, Untersuchungsliegen, medizinische Einrichtung wie Bestrahlungsgeräte und Röntgensysteme etc. verwendet (hierfür wird i.d.R. eine medizinische Prüfung nach EN 60601-ff. vom Hersteller verlangt). Ein typisches Einsatzgebiet im Außenbereich findet sich in der Agrartechnik, so als Verstellung von Hilfsgestängen für Düngungs- und Ernteeinrichtungen, Siebverstellungen bei Mähdreschern und Schnittbreiteneinstellungen. Für Seminarräume wie auch im privaten Bereich dienen sie dem Verstellen von Beamern, Displays und Overhead-Projektoren Im allg. Maschinenbau dienen Elektrozylinder als Formatverstellung bei Bearbeitungsmaschinen, als Stellantrieb für Zusatzaggregate innerhalb von Maschinen und als fernbedienbare Manipulatoren in Gefahrenbereichen.

Vorteile

Die wichtigsten Elemente eines Elektrozylinders (Motor, Getriebe, Spindel, Endschalter) sind in einer Bauform kompakt zusammengefasst und erlauben dadurch meist unkomplizierte Integrationen in Gesamtkonstruktionen. Die Installation gilt als recht einfach, da lediglich Stromleitungen benötigt werden. Dadurch ergibt sich im Vergleich zu Luftschläuchen für Pneumatikzylinder und Hochdruckschläuchen für Hydraulikzylinder ein Kostenvorteil. Im Stillstand benötigen Elektrozylinder keine Energie, da sie meist über mechanische Selbsthemmung verfügen. Dadurch ergibt sich ein weiterer Kostenvorteil, der je nach Gebrauchshäufigkeit als erheblich eingestuft werden kann. Die Verfahrbewegung kann stufenlos eingestellt werden, so kann innerhalb der Hublänge jede Position angefahren werden. Die Signale der integrierten Endschalter sind ausführbar und einfach in den Regelkreis einer übergeordneten SPS-Steuerung integrierbar. Leckagen, wie bei Pneumatik und Hydraulik prinzipiell möglich, treten bei Elektrozylindern konstruktionsbedingt nicht auf.

Nachteile

Gegenüber Pneumatikzylindern sind Elektrozylinder in der Anschaffung teuer. Dies wird jedoch ueber geringeren Wartungsaufwand und besseren Wirkungsgrad ueber die Lebensdauer kompensiert.

_________________________________________________________________________________Wikipedia.de "Linearfuehrung"